13.11.14

It's all too much for me.

Halli hallo ihr Hübschen!
Da ich nicht dazu komme zu fotografieren, melde ich mich heute wieder mit einem persönlichem Post in dem ich euch meine momentanen Gedanken und Sorgen mitteilen möchte.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich momentan in einem Loch fest stecke aus dem ich nicht mehr raus komme und irgendwie habe ich das Gefühl es ist so einfach..
Den ganzen Tag muss ich fröhlich sein und lächeln. Zu jedem freundlich sein und mir bloß niemals anmerken lassen dass es mir nicht gut geht, dabei gibt es so vieles was mich traurig macht. 

Wer hat uns eigentlich beigebracht alles in uns hinein zu fressen? 
Ich gehe Problemen immer aus dem Weg, ich sage immer lass gut sein, vergessen wir das. Wenn mich etwas bedrückt, dann erzähle ich das nie jemandem, denn ich hab das Gefühl niemand will das hören. Und woher soll man wissen wem man sich anvertrauen kann? Im Endeffekt wird man ja doch von jedem mal enttäuscht und hintergangen.
Die einzige Person der ich mich zu 100% anvertraue ist mein Freund und der weiß mir leider oft auch nicht weiter zu helfen. Außerdem gibt es auch Dinge die ich nicht mal mit ihm bereden kann, da ist manchmal so eine Blockade in mir die mich dann kein Wort raus bringen lässt. Es kostet oft einfach viel zu viel Überwindung sich jemandem anzuvertrauen, sich jemandem zu öffnen und aus dem Herzen frei über etwas zu sprechen. Da ist es einfach viel bequemer es sein zu lassen und alles in sich hinein zu fressen.

Wie soll man sein Leben genießen wenn man keine Zeit dazu hat?
Ich hab das ja letztes Mal schon angesprochen. Ich finde seit dem meine Ausbildung begonnen hat einfach keine Zeit mehr für alles. Ich mein an den Tagen wo ich arbeiten muss, kann ich dank der 'super' Arbeitszeiten eh nix mehr machen. An meinen freien Tagen verbringe ich dann immer alles an Zeit mit meinem Freund, weil ich ihn ja sonst gar nicht mehr sehen kann und dabei bleiben dann alle anderen Pflichten die ich habe und vor allem etwas Zeit nur für mich allein auf der Strecke.

Ich hab da vor Ewigkeiten mal einen Text auf Tumblr gelesen der mir gerade jetzt immer wieder in den Sinn kommt: 
"ES HEISST IMMER, MAN SOLL DAS LEBEN VOLL AUSNUTZEN. ABER WIE SOLL MAN DAS MACHEN, WENN MAN 8 STUNDEN AM TAG IN DER SCHULE, UNI ODER IM BÜRO SITZT? WIE SOLL MAN SEIN LEBEN LEBEN, WENN MAN AM WOCHENENDE FÜR KLAUSUREN LERNEN MUSS ODER SICH VON DER STRESSIGEN WOCHE ERHOLEN MUSS? VIELLEICHT IST MAN SPÄTER MAL ERFOLGREICH, HAT VIEL GELD, EIN GROSSES HAUS, ABER HEISST DAS, DASS MAN ALLES AUS SEINEM LEBEN GEMACHT HAT? FÜR MICH HEISST LEBEN, DASS MAN OHNE PLAN LOSFÄHRT, DIE WELT AUS ALLEN PERSPEKTIVEN BETRACHTET UND ALLES LOSLÄSST, WAS EINEN FESTHÄLT. LEBEN HEISST FÜR MICH FREIHEIT, UNGEBUNDENHEIT UND DAS ALLES, OHNE SICH SORGEN MACHEN ZU MÜSSEN, WAS MORGEN IST. WIR STERBEN ALLE IRGENDWANN. UND NACH UNSEREM TOD INTERESSIERT ES KEINEN MEHR, WAS WIR ERREICHT HATTEN. WIR WERDEN IRGENDWANN VERGESSEN SEIN. AM ENDE SIND WIR ALLE GLEICH. AM ENDE URTEILT KEINER MEHR DARÜBER, WAS MAL GEWESEN WAR. AM ENDE IST DAS ENDE," 

Ach ich weiß auch nicht was genau ich euch sagen will, aber mir fehlt die Freizeit, Zeit mit meinen Freunden, Zeit für mich allein und Zeit für Veranstaltungen zu denen ich nun dank der Arbeit nicht mehr gehen kann. Mir fehlt es ganz natürlich durchs Leben zu gehen und mich nicht den ganzen Tag verstellen zu müssen. Ich vermisse das Bloggen und mein Zimmer sieht aus wie ein Saustall. Ich ernähre mich schlecht, esse jeden Tag Fertiggerichte und finde keine Motivation weiter zu machen. Vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann darauf klar zu kommen aber momentan fühl ich mich damit einfach nicht gut.

Kommentare:

  1. Das Problem kenne ich. Vielleicht musst du deine Zeit nur einfach neu strukturieren? Wenn du lange Arbeiten musst, dann fängst du sicher etwas später an, oder? Nimm dir vor der Arbeite eine Stunde Zeit für etwas z.B. das Bloggen. Nutze Pausen zum Abschalten. Hast du auch niemanden in deiner Familie mit dem du reden kannst? Ist die Ausbildung vielleicht doch nicht was du machen möchtest? Dann suche nach einer passenden Alternative, die dich glücklich macht. Kopf hoch!

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    1. Ja das erdrückt mich alles so, ich denke ich werde dabei nicht bleiben aber ich werds durchziehen

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  2. Oh nein. Kopf hoch! Du kommst da wieder raus aus dem Loch. Mir ging es damals genauso als ich von der Schule ins Arbeitsleben gewechselt bin. Ich hatte zwar nicht sooo schlechte Arbeitszeiten in der Ausbildung (trotzdem länger als alle anderen meiner Freunde) aber ich war danach so fertig, dass ich nur noch nach Hause bin und mich ins Bett geschmissen habe. Am Wochenende musste ich 2,5 Jahre lang fast jedes WE ein Referat vorbereiten und auch noch auf Flip Charts schreiben. Gott... allein wenn ich mich daran erinnere... schrecklich. Ich habe meine Freunde damals ewig nicht gesehen bis die es satt hatten und einfach gekommen sind und mir geholfen haben die Flipcharts zu schreiben. Nur so habe ich Zeit mit Ihnen gefunden.
    Ich kann dich absolut verstehen, da es mir damals genauso ging. Ich musste ein Lächeln aufsetzen, immer freundlich sein (Kundenkontakt und so) und selbst wenn mich ein Kunde angebrüllt hat weiter lächeln.
    Ich hab mir damals so oft gedacht, dass ich am liebsten laut schreien würde "Ach halt die Klappe und verpiss dich doch!".
    Gerade wenn von einem ein perfektes Auftreten erwartet wird, frisst sich alles andere total in einen rein. Das ist ja total normal. Man muss die Bombe auch mal platzen lassen! Aber bitte nicht in der Arbeit :D

    Ich hatte damals zu der Zeit keinen Freund aber meine Freunde haben sich angeboten den Boxsack zu spielen. Ich durfte also meine Wut immer raus lassen und sie mal grundlos anbrüllen. Hat eigentlich keinen Sinn gemacht aber es tat so gut und danach sind wir vor lauter Lachen immer in Tränen ausgebrochen.

    So richtige Tipps kann ich dir auch nicht geben, ich kann dir nur sagen, dass sich bei mir alles Schlagartig geändert hat als die Ausbildung vorbei war. Das "richtige" Arbeitsleben ist etwas einfacher und es wird einem nicht mehr so viel abverlangt. Im Sinne von Lernen für die Berufsschule, sämtliche Dinge vorbereiten etc. Da hast du dann nur noch deine Arbeit pro Tag und wenn du nach Hause kommst hast du deine Ruhe. Aber da kommt es ja auch immer drauf an welche Art von Job du dann hast/machst.
    Ich hab mich bewusst dafür entschieden vom direkten Kundenkontakt weg zu gehen, da das aufgesetze einfach nicht zu mir gepasst hat.

    Ich kann dir nur sagen, halte die 2 - 3 Jahre durch, die du Ausbildung machst und danach wird es wieder besser werden. Man muss sich ja auch generell erstmal an das Berufsleben gewöhnen. Das ist schon ein drastischer Unterschied zur Schule.

    Aber du packst das ganz bestimmt! Und hey, wenn du dich mal auskotzen willst und manche Sachen mit deinem Freund nicht besprechen kannst/willst, dann kannst du mir gerne ne Mail schreiben. Ich kenn deine Situation nur zu gut und würd dir gerne etwas helfen. Und Vorteil ist, ich bin eine "Fremde" da lässt es sich oftmals einfacher reden ;)
    Ganz wie du magst

    Liebe Grüße, Ella
    www.ellaloves.de

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    1. Oh gott du sprichst mir aus der seele, du hast genau verstanden wie es bei mir ist danke für deine aufbauenden worte das tut grade so unfassbar gut :')

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  3. Ohje, genau das gleiche hatte ich auch vor ein paar Wochen!
    Hab meinem Freund da diese Nachricht geschickt:
    "ich fühl mich gerade so gar nicht erwachsen, war ewig nicht in der uni, weil ich die aufgaben nicht hatte, meine wohnung müllt zu und habe keine zeit aufzuräumen, die filme müssen ungesehen zurück, wir sehen uns kaum und wenn nur nachts und dir gehts auch nicht gut, außerdem komme ich nicht zum einkaufen und mein kühlschrank ist leer, freunde habe ich seit der einweihungsfeier, wo kaum einer kam, nicht gesehen, meine arbeit ist unnötig, außerdem zahnschmerzen und kriegs nicht hin da anzurufen, hab keine sauberen unterhosen mehr und komm nicht zum waschen, dazu das essen vergessen.. bin ich echt schon alt genug zum ausziehen gewesen??"
    ich glaube das geht weg :)

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